Cuxhaven 2003


Tjaja - obwohl mir aus berUwenem Munde angekündigt wurde, daß derzeit (2. August-Wochende) auch an der See mehr oder weniger Windstille herrschen würde, bin ich samstags in aller Herrgottsfrühe ins Auto gestiegen und ziemlich genau 4 Stunden später im Cuxhavener Ortsteil Altenbruch auf die Wiese gestolpert.

Abgesehen von Fanö ist die Tour nach Cuxhaven mit rund 410 Kilometern die bislang größte Distanz zu einem Drachenfest gewesen - hat aber wirklich gelohnt. Kaiserwetter mit bis zu 4  1/2 Windstärken und das ganze um mehr als 10 ° C kühler als hier zuhause: Das war die Kilometerfresserei allemal wert. Ein sehr großes, zwischen zwei Deichen gelegenes Fluggelände, massenhaft Zeug am Himmel, darüber hinaus fast die gesamte Gemeinde versammelt - alle Voraussetzungen für ein schönes Drachenfest waren gegeben.
Apropos Gemeinde: Herzlichen Dank nochmal an Euch alle, daß Ihr mich über beide Tage durchgefüttert habt - Ihr seid ja doch gute Menschen :-)
Das Rahmenprogramm hinsichtlich Gastronomie, Live-Mucke und sonstigem Schnickschnack stimmte auch; die eingeschränkten sanitären Einrichtungen wurden Samstag Nachmittag durch eine kräftige Dusche seitens der Freiwilligen Feuerwehr aufgepeppt - tat das gut!!!

Zum Drachengeschehen: Einer der Gründe, weshalb ich ohnehin gerne nach Cuxhaven wollte, war die Ankündigung von Alfons Karsten, dort nach Möglichkeit sein Cody-Manlifting-System an den Himmel zu bringen. Hat leider nicht sollen sein; die laut Alfons benötigten konstanten 5 Beaufort wurden nicht erreicht. Als Ersatz hat Alfons (der auch die gesamte Moderation machte) das Publikum mit reichlich verbalem Trockenfutter versorgt.
Die für meinen Geschmack trotzdem ausgezeichneten Windverhältnisse ließen mich Sonntag Abend hochzufrieden wieder abfahren: Wie es sich für einen ordentlichen Drachen gehört, war mein Rokkaku wieder einmal von Anfang bis Ende in einem Stück am Himmel und insbesondere mein Conyne, der ja manchmal mit etwas eigenwilligem Flugverhalten auffällt, hat mir über den gesamten Sonntag Freude bereitet: Wie angenagelt am Fleck und mit einer Zugkraft, daß die 150-Kilo-Schnur bretthart mit großem Winkel und nur dem Ansatz eines Bogens am Anker zerrte. Daß der Wind bei den immer noch sehr hohen Temperaturen ohnehin Gold wert war, versteht sich von selber.
Ebenfalls erwähnenswert das bei diesen Windverhältnissen problemlose Nachtfliegen, bei dem unter anderem das holländische Team Multiflight seine beleuchteten Teile zum Titelthema aus "War of the Worlds" an den Himmel brachte - wirklich sehenswert.

So, wie üblich, ein paar Bilder und ebenso üblich mittlerweile, sind die ersten Fotos geklaut (die mit den digitalen Kameras sind irgendwie im Vorteil):



Das hier haben Thorsten und Jürgen "geliefert": Die oben schon erwähnte und von vielen Teilnehmern sehnsüchtig erwartete kalte Dusche durch die Freiwillige Feuerwehr.



Hier könnte man auf einen alten Werbespruch zurückkommen: Wir wissen nicht, was diese drei Herren zu Sonjas Wohlbefinden beitragen, aber wir empfehlen . . .  (Auf jeden Fall genießt sie es, was auch immer). Für das Foto meinen Dank an Walter.

Aber jetzt mal von vorne:



Samstag morgens, 09.00 Uhr. Als ich ankam, saß die ganze Bagage noch beim Frühstück.



Das Fluggelände von Deich aus aufgenommen.



Da ist mir die Handschlaufe vor's Objektiv geraten. Ich wollte nur zeigen, daß hier jeder Flecken seinen eigenen kleinen Hafen hat.



Deichbewohner. Verständnislos.



Was Wunder. Während wir uns von der Freiwilligen Feuerwehr abkühlen ließen, tobte sich draußen ein Feuerlöschboot aus.



Zu den Drachen: Wie gesagt, Alfons hätte gerne sein Man-Liftingsystem aufgelassen. Hier ein Teil seines Geraffels.



Der Pilot-Drachen des Systems (ne, ne, ich meine das violette Teil . . .).



Der Korb, in dem sich Alfons dann hätte hochziehen lassen. Daß das ganze funktioniert, habe ich 1999 auf Fanö schon einmal mitbekommen - damals leider ohne Fotoklick. Auf das Thema Cody komme ich gleich nochmal.



Oben und unten: Der Kopf und eine der Scheiben eines Centipeden (Seide, handbemalt).





Wieder einen mehr für meine Sammlung: Eine Tetrabox in schwarz und bunt.



Die Wildgänse kommen, iiiiyyeeeeeehhh (das war jetzt ein Insider für Guido).



Graf Zahl aus der Sesamstraße



Diesen Della Porta habe ich dieses Jahr auf Fanö schon auf Platte gebannt. Hier mit besserem Licht, so daß man endlich erkennen kann, was das Motiv denn darstellen soll: Steine.



Diesen sehr schönen (und großen) Stern habe ich schon oft (mangels Wind) am Boden gesehen. In Cuxhaven war genug Wind.



Diese Lady ist mir in Norddeich als Kastendrachen über den Weg gelaufen. Irgendjemand muß da 'ne Menge Tuch verteilt haben.



Ich habe keine Ahnung, was das darstellen soll.



Jürgens Edo ist super geflogen.



Wie versprochen, nochmal zurück zum Thema Cody: Thorsten hatte sein Teil aufgebaut und damit wurde dann Alfons am Sonntag bewiesen, daß ein Cody auch bei 4 1/2 Windstärken fliegt.



Letzte Einstellungen



Das sieht zwar aus wie ein Trupp Sargträger, aber die Jungs wollten nur zum Aktionsfeld.



Alles wartet auf die Startfreigabe.



Ready, steady, . . .



. . . go !!



Fliegt doch!



Oben und unten: Ein Stern, auch ein kleiner Traum von mir.



Im Hintergrund mein Conyne.

So, genug Bilder, nur noch eines: War ein geiles Drachenfest !!!

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